Individuelle Förderung

Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Kinder. Unsere Schule ist ein Ort des Gemeinsamen Lernens. Alle Schülerinnen und Schüler unterscheiden sich und haben besondere individuelle Bedürfnisse. Die KGS Dahlem bietet individuelle Fördermaßnahmen an. Jedes Kind soll bezogen auf seine individuellen Stärken und Schwächen durch differenzierenden Unterricht und ein anregungsreiches Schulleben nachhaltig gefördert werden. Leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern werden insbesondere im Rahmen der offenen Unterrichtsformen weiterführende Ziele und Inhalte angeboten. Die Unterrichtsgestaltung ist auf die Ziele und Inhalte abgestimmt. Im Methodencurriculum wurden tragfähige und leistungsorientierte Formen des selbständigen und eigenverantwortlichen Lernens festgelegt. Im Methoden-, Kommunikations- und Teamtraining erlangen die Kinder nachhaltige Fähigkeiten und Fertigkeiten des Lernens. Medien und Arbeitsmittel sind schülernah ausgewählt. In den letzten Jahren wurden vorrangig Arbeitsmittel zur individuellen Förderung für die Hand der Schülerinnen und Schüler angeschafft. Die Schule verfügt über ein Medienkonzept. Dies stellt sicher, dass der Computer sowohl als informationstechnisches Medium als auch als modernes Arbeitsmittel zu individuellen Förderung in die Unterrichtsarbeit integriert ist.

Mit dem im Schuljahr 2011/12 neu entwickelten Konzept zur Leseförderung und der neu eingerichteten Schülerbücherei leistet die KGS Dahlem einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Lesemotivation und zur Stärkung der Lesekompetenz.

Unterricht

Offene Unterrichtsformen unterstützen die Entwicklung von Selbständigkeit und Organisation des eigenen Lernens. Die Lehrkräfte haben in diesen Unterrichtsphasen die Gelegenheit, die Kinder genau zu beobachten. Diese Beobachtungen fließen neben anderen Daten in die Förderdiagnostik ein und ermöglichen es, gezielte individuelle Hilfestellung zu geben.

Wichtig ist uns, dass den Lehrkräften im Rahmen ihrer pädagogischen Freiheit Spielraum ermöglicht wird, dass neben den offenen Unterrichtsformen auch noch gelenkte, traditionelle Unterrichtsformen angeboten werden. Der Unterricht wird in jahrgangsgebundenen Klassen erteilt, rhythmisiert durch gelenkte und offene Phasen. 

Formen des angeleiteten Unterrichts sind z.B. Anleitung durch den Lehrer oder Reflexion und Präsentation von Arbeitsergebnissen, wobei die Lehrkraft die Aufgabe eines Moderators übernimmt.
Bei der Erarbeitung eines Themas wird an den Wissenstand der Kinder angeknüpft und möglichst fächerübergreifend gearbeitet. 

Die offenen Unterrichtsformen werden von der Lehrerin ab der 1. Klasse angeleitet, Schritt für Schritt eingeübt und erweitert. Die Lehrerin bietet dazu geeignetes Material an. Dabei berät und unterstützt sie die Kinder beim Arbeiten.

Offene Unterrichtsformen:
· Tagesplan
· Projektarbeit
· Lernen in Werkstätten
· Lernen an Stationen
· Freie Arbeit: In dieser Unterrichtsorganisation steht das Kind im Mittelpunkt. Im selbstgesteuerten Üben arbeitet es an seiner Lernleistung und setzt sich aktiv in Form von offenen Lernangeboten mit seiner Aufgabe auseinander.

Im Unterricht finden regelmäßig Methoden des "Lernen lernens" ihren Platz.
Hierzu gehören die drei Bausteine  Methoden-, Kommunikations- und Teamtraining. Die Kinder entwickeln ein Bewusstsein über ihre Lernprozesse und -strategien und organisieren damit ihr Lernen. Sinnvoll ist, über die Lernprozesse zu reflektieren und die Erkenntnisse und Lernwege z.B. im Lerntagebuch festzuhalten.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Kompetenzen für ein lebenslanges Lernen. Kooperatives Lernen ist eine wichtige Basis für unseren Unterricht, in dem die Kinder lernen, konstruktiv miteinander zu arbeiten, direkt mit dem anderen Kind im Lernen zu agieren und über ihre eigene Leistung individuell Rückmeldung zu erhalten. Hierfür schulen wir die Methodenkompetenz der Kinder gezielt. Dies geschieht in Gruppen- oder Partnerarbeit im Klassenverband.

PDF-Dokument "Methodische Landkarte" der KGS Dahlem - verbindliche Vereinbarung zur Einführung von Methoden des "Lernen lernen"


Leistungskonzept

Kinder, die in die Schule kommen, freuen sich auf das Lernen und möchten etwas leisten. Diese Grundhaltung soll erhalten und gefördert werden. Die Lehrkräfte berücksichtigen bei der pädagogischen Arbeit, dass die Leistungsfähigkeit individuell unterschiedlich angelegt ist. Leistung ist von jedem einzelnen in dem ihm möglichen Maß zu fordern. Die Schule muss Kinder lebenstüchtig ausbilden, denn die Gesellschaft stellt hohe Anforderungen an jeden. Alle Kinder sollen die ihnen individuell möglichen Ziele erreichen können.

Das Kollegium der KGS Dahlem hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder in ihren Stärken und Schwächen bestmöglich zu fördern und zu fordern. Dabei wollen wir dem einzelnen Kind gerecht werden und seine Persönlichkeitsentwicklung im Sinne einer gesunden Ich-Stärkung durch Ermutigung und "etwas zutrauen" anzuregen. Die Schule als Stätte der Bildung muss die Individuallage des Kindes berücksichtigen und Hilfen zur Überwindung von Lernproblemen und zur Bewältigung von Leistungsanforderungen bereit stellen.

Die Kriterien für die Leistungsbewertung in den Fächern sind im "Leistungskonzept" festgelegt. Grundlagen für die Leistungsbewertung bilden die Richtlinien und Lehrpläne des Landes Nordrhein-Westfalen.

Folgende Aspekte sind wichtig:

Einheitliche Bewertungskriterien
Die Lehrer des Jahrgangsstufenteams tauschen sich bzgl. der jeweiligen Fächern aus und legen gemeinsame Bewertungskriterien fest - unter Berücksichtigung der Vorgaben unseres Leistungskonzepts.

Gewichtung der schriftlichen, mündlichen und sonstigen Leistungen
Die schriftliche Leistung wird nach den fachspezifischen Kriterien bewertet. Bei den mündlichen sowie sonstigen Leistungen werden sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte berücksichtigt.

Transparenz
Die Ziele unserer Schule und die Kriterien zur Leistungsbeurteilung sind transparent (Vorstellung bei Elternabenden), die Bewertungskriterien werden vor Beginn einer Leistungsüberprüfung mit Kindern erarbeitet, bzw. besprochen ("Worauf musst du achten...", z.B. in Kunst bei einer Gestaltung oder vor dem Schreiben eines Textes).

Ermutigung und Bestätigung
Jeder Schüler soll generell Ermutigung und Bestätigung für seine Leistungen erhalten. Deshalb werden Stärken benannt und Schwächen als Chance zur Verbesserung dargestellt ("Fehler sind Nützlinge!") In allen Fächern sind die Motivation, Anstrengungsbereitschaft, Arbeitshaltung und Ausdauer des Schülers grundlegende Voraussetzungen. Selbständigkeit und Kritikfähigkeit werden bei der Beurteilung mit eingebracht. Es wird berücksichtigt, ob die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit besitzen, bereits Erlerntes auf neue Aufgabenstellungen und Situationen zu übertragen (Transferleistung), ob sie Verbesserungsvorschläge umsetzen können und damit verbunden ein individueller Lernzuwachs festzustellen ist.

Parallele Leistungskontrollen
In den Jahrgangsstufenteams besprechen die Lehrerinnen und Lehrer die Anforderungen zu den einzelnen Lerninhalten, indem sie Lernzielkontrollen gemeinsam erstellen und die Bewertungskriterien festlegen. Die Schule honoriert besondere Leistungen der Kinder durch öffentliche Siegerehrungen, Aushänge und Urkunden, zum Teil auch mit kleinen Preisen regelmäßig bei Vollversammlungen in der Aula.

Notengebung
Nach ausgiebiger Diskussion im Kollegium und in der Schulpflegschaft hat die Schulkonferenz im Herbst 2015 die Einführung von Noten ab Klasse drei entschieden.

Ein gelungenes Lernplakat

Ein gelungenes Lernplakat